Mein Freund, der mit seinen 1,85 Metern, den markanten Wangenknochen und dem trainierten Körper, dank seines regelmäßigen Besuchs im Fitnessstudio an der Ecke, eigentlich immer Blicke auf sich zieht, hat mich monatelang mit dem Thema offene Beziehung genervt. „Ich bin einfach nicht für Monogamie gemacht, Schatz“, hat er immer gesagt, während er sich auf der Couch zurücklehnte, sein Bier in der Hand, und mir mit diesem selbstgefälligen Grinsen erklärte, wie sehr er sich danach sehnt, „andere Frauen zu spüren“. Besonders, wenn wir abends durch die Neuköllner Kneipen gezogen sind und er gemerkt hat, wie viele Frauen ihm hinterherschauten, wurde das Thema wieder aktuell. „Stell dir vor, wie geil es wäre, wenn wir beide einfach machen könnten, was wir wollen, ohne Lügen, ohne Schuldgefühle.“
Ich habe mir das alles angehört, während ich an meinem Drink genippt und so getan habe, als würde ich über seine Worte nachdenken. In Wahrheit hat mich das Thema erstmal abgestoßen. Ich meine, klar, die Vorstellung, dass er mit anderen schläft, hat mich eifersüchtig gemacht, aber gleichzeitig hat es mich auch ein bisschen angemacht. Vielleicht lag es daran, wie er davon erzählt hat, mit dieser Mischung aus Arroganz und Verlangen. Oder vielleicht lag es auch daran, dass unser Sexleben seit Monaten eher so war wie ein Pflichtprogramm: schnell, routiniert, ohne diese wilde Leidenschaft, die man sich in einer Beziehung wünscht. Meistens war es das gleiche Schema: Licht aus, Missionarsstellung, er kommt nach fünf Minuten, ich tue so, als wäre es okay, und dann schlafen wir ein.
Aber dann war da noch Ben. Mein bester Freund seit dem ersten Semester an der HU Berlin, dieser verdammt charmante Typ mit seinem sarkastischen Humor und diesen dunklen Augen, die einen immer das Gefühl geben, als würde er einen durchschauen. Wir haben uns oft in der Cafeteria getroffen, um für unsere Masterarbeiten zu lernen, oder eher, um uns gegenseitig abzulenken. Seine Hände, die über seinen Laptop flogen, während er mir irgendwelche philosophischen Theorien erklärte, haben mich schon länger fasziniert. Und dann war da dieser eine Abend, als wir zu viel Berliner Pilsner getrunken hatten und er mich plötzlich gegen die Wand gedrückt hat, nur um mir zu zeigen, „wie sehr er mich versteht“. Sein Atem war heiß, sein Körper so nah, dass ich gespürt habe, wie sehr ich ihn wollte – und wie sehr ich mich danach gesehnt habe, diese Grenze zu überschreiten.
Also habe ich eines Abends, nach dem dritten Glas Wein und einem besonders langweiligen Sexversuch mit meinem Freund, einfach gesagt: „Okay. Lass uns das versuchen.“ Sein Gesicht hat sich sofort aufgehellt, als hätte er gerade den Jackpot geknackt. „Ernsthaft? Du bist sicher?“, hat er gefragt, während er schon sein Handy zückte, um auf Tinder Profile zu durchstöbern. Ich habe nur genickt, innerlich zwischen Aufregung und einem leicht mulmigen Gefühl hin- und hergerissen.
Und dann war es offiziell: Unsere Beziehung war open. Keine Regeln, keine Grenzen, außer der einen, die wir uns selbst auferlegt haben: „Keine Lügen. Wir erzählen uns alles.“ (Spoiler: Das hat nicht lange gehalten.)
Der erste Schritt war, es Ben zu erzählen. Nicht, weil ich es musste, sondern weil ich wollte. Ich habe ihn in unsere Lieblingskneipe eingeladen, mit dem Vorwand, ich bräuchte „dringend eine zweite Meinung zu meiner Thesis“. Aber wir beide wussten, worum es wirklich ging. Als ich es ihm gesagt habe, hat er nur gelächelt, dieses langsame, gefährliche Lächeln, das mir immer eine Gänsehaut beschert. „Endlich“, hat er gesagt, „ich dachte schon, du würdest nie den Mut aufbringen.“
Und dann ging alles ganz schnell. Seine Wohnung war nur ein paar Straßen weiter, und plötzlich standen wir vor seiner Tür, während der Regen gegen die Fenster prasselte. „Bist du dir sicher?“, hat er gefragt, aber seine Stimme klang schon rau, als er mich gegen die Wand drückte und seine Lippen an meinem Hals entlangfuhren. Ich habe nicht geantwortet – ich habe nur seinen Gürtel geöffnet. Und in diesem Moment wusste ich: Es gibt kein Zurück mehr.
Bevor ich antworten konnte, hatte er mich schon auf die Knie gedrückt. Der Teppich unter mir war weich, aber die Art, wie er meine Haare um seine Faust gewickelt und meinen Kopf nach hinten gezogen hat, war alles andere als sanft. „Zeig mir, was du draufhast.“ Sein Schwanz war schon hart, als ich ihn aus seiner Jeans befreite, und Gott, war er imposant. Nicht nur lang, nein, er war breit, diese Adern pulsierten unter der glatten Haut, und die Spitze war schon feucht, als ich meine Zunge darüber gleiten ließ.
„Scheiße, ja… genau so“, stöhnte er, während er meinen Kopf tiefer drückte. Ich spürte, wie er gegen meinen Rachen stieß, wie er mich ausfüllte, bis ich kaum noch Luft bekam.
Normalerweise hätte mich das erschreckt, aber stattdessen spürte ich, wie meine Nippel hart wurden und sich ein feuchtes, heißes Verlangen zwischen meinen Beinen ausbreitete. „Atme durch die Nase, Baby“, befahl er mir mit dieser tiefen, kontrollierten Stimme, während er meine Lippen mit seinem Daumen auseinanderzog und mir zeigte, wie tief ich ihn nehmen sollte. „Du schaffst das.“
Und dann, als ich dachte, ich könnte nicht mehr, als meine Augen tränten und mein Speichel über sein Schaft lief, hat er mich plötzlich hochgezogen und gegen die Wand gedreht. „Jetzt wird’s ernst“, knurrte er, während er mir das Kleid hochschob und meine nackte Haut mit seinen rauen Händen packte. „Du willst es hart, oder? So, wie du es verdienst?“
Der erste Stoß kam ohne Vorwarnung. Er rammte sich in mich, und ich schrie auf, nicht vor Schmerz, sondern weil es so viel war. Dieser Schwanz, der mich aufdehnte, als wäre ich noch nie zuvor gefüllt worden, der jeden Zentimeter in mir ausfüllte, bis ich spürte, wie ich mich um ihn herum anpasste. „Fuck, du bist so eng“, keuchte er, während er mich mit einem Griff in meine Hüften noch tiefer nahm. Ich konnte nicht antworten, ich konnte nur stöhnen, meine Finger krallten sich in die Wand, während er mich benutzte. Nicht liebte, nicht vorsichtig behandelte, sondern fickte, so wie ich es im Geheimen immer gewollt hatte.
Und dann… Gott, dann hat er mich wirklich genommen. Jeder Stoß traf mich tiefer, härter, als würde er mich mit jedem Mal ein bisschen mehr brechen, und ich liebte es. Ich spürte, wie sein Schwanz gegen meinen Muttermund stieß, wie er mich dehnte, bis ich dachte, ich könnte nicht mehr. „Siehst du?“ Seine Stimme war ein dunkles Grollen in meinem Ohr. „Größe macht einen Unterschied. Du spürst mich jetzt noch in einer Woche, wenn du auf der Uni sitzt und versuchst, dich zu konzentrieren.“ Und er hatte recht. Jedes Mal, wenn er sich in mich rammte, spürte ich, wie mein Körper nachgab, wie ich mehr wollte, tiefer, härter. „Bitte…“, flehte ich, ohne zu wissen, worum ich eigentlich bat, bis er mich plötzlich umdrehte, mein Bein hochhob und mich so nahm, dass ich spürte, wie er noch tiefer kam. „So gefällst du mir“, knurrte er. „Gierig. Geil. Und ganz mir gehörend.“
Und dann kam das, was ich nie für möglich gehalten hätte: Er hörte nicht auf. Während mein Freund nach fünf Minuten schon keuchend über mir zusammenbrach, nahm Ben mich wieder. Und wieder. Und wieder. Mal von hinten, mal mit mir auf dem Bett, meine Beine über seinen Schultern, während er mich mit langen, kontrollierten Stößen bearbeitete. Mal auf dem Boden, wo er mich auf alle Viere zwang und mich so hart nahm, dass ich später die Abdrucke seiner Finger in meinen Hüften sehen würde. „Drei Runden? Vier?“ Er lachte, als ich ihn nach der dritten fragte, ob er nicht müde wäre. „Baby, ich fange gerade erst an.“ Und dann hat er mich nochmal genommen, dieses Mal mit einer Intensität, die mich zum Weinen brachte, nicht vor Schmerz, sondern weil es so verdammt gut war.
Sein Körper war wie aus Stein gemeißelt, seine Ausdauer unmenschlich. Und diese Dominaz, er hat mich nicht gefragt, ob ich etwas wollte. Er hat es einfach genommen. Wenn ich zu langsam war, hat er mich beschleunigt. Wenn ich zu leise war, hat er mir befohlen, lauter zu stöhnen. „Ich will hören, wie sehr du es liebst“, hat er gesagt, während er mir die Hand auf den Mund presste und mich zwang, seine Finger zu lecken, bevor er sie wieder zwischen meine Beine schob.
Und ich? Ich war seins. Vollständig. Ohne Vorbehalte. Und zum ersten Mal in meinem Leben verstand ich, was es hieß, genommen zu werden, nicht nur gevögelt, sondern besessen.
Der Samstagmorgen begann mit einem stechenden Schmerz zwischen meinen Beinen, der mich schon beim Aufwachen daran erinnerte, was in der Nacht passiert war. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde jemand ein glühendes Messer in mich rammen, besonders, als ich versuchte, aus dem Bett zu steigen und meine Oberschenkel aneinanderrieben. „Scheiße“, zischte ich, als ich mich vorsichtig zum Badezimmerspiegel schleppte. Was ich dort sah, ließ mich fast lachen – oder weinen, ich war mir nicht sicher. Mein Hals war übersät mit dunklen, lila-roten Bissspuren, die wie ein wildes Muster von Bens Zähnen aussahen. Besonders eine Stelle, direkt unter meinem Kiefer, war so tief, dass ich mir sicher war, sie würde noch Tage sichtbar bleiben. Meine Schlüsselbeine trugen die Abdrucke seiner Finger, und über meiner linken Brust prangte ein blutunterlaufener Fleck, wo er mich besonders hart gepackt hatte. „Verdammt, Ben“, murmelte ich, während ich mich langsam umdrehte, um meinen Hintern im Spiegel zu betrachten. Die Haut war noch feuerrot, die Umrisse seiner Handflächen deutlich zu erkennen, ein Abdruck, der mir sagte: „Das hier gehört mir.“
Ich drehte mich weiter und sah die Kratzer an meinen Hüften, wo seine Nägel sich in mein Fleisch gegraben hatten, als er mich von hinten genommen hatte. „Das wird noch eine Weile wehtun“, dachte ich, während ich vorsichtig mit den Fingern über die Stellen fuhr. Aber seltsamerweise, mochte ich den Schmerz. Er erinnerte mich daran, wie lebendig ich mich gefühlt hatte, wie sehr ich gebraucht worden war.
Als mein Freund mich später abholte, stand er wie immer pünktlich vor der Tür, ein Lächeln im Gesicht, als wäre nichts passiert. Doch als ich aus dem Haus trat, erstarrte sein Blick. „Was zum…?“, stammelte er, während seine Augen über meinen Körper wanderten, von den Bissspuren an meinem Hals bis zu den blauen Flecken, die unter meinem lockeren Pullover hervorschauten. „Bist du… okay?“, fragte er, aber seine Stimme klang nicht besorgt. Sie klang erregt. Und als ich mich bewegte, um in sein Auto zu steigen, sah ich, wie sein Blick für einen Moment nach unten wanderte, direkt zu der deutlichen Ausbeulung in seiner Jeans. „Scheiße…“, flüsterte er fast, als ich mich auf den Beifahrersitz fallen ließ. „Wer hat dir das angetan?“
Ich lächelte nur. „Das ist doch genau das, was du wolltest, oder? Dass ich Spaß habe?“
Die Fahrt zurück zu unserer Wohnung im Prenzlauer Berg war eine Qual, nicht nur wegen der Schmerzen, sondern weil ich spürte, wie feucht ich wurde, als ich sah, wie er unruhig auf seinem Sitz hin- und her rutschte. Seine Hände krallten sich ins Lenkrad, und ich wusste genau, woran er dachte. „Du kleine Schlampe“, knurrte er plötzlich, als wir an einer roten Ampel standen. „Du siehst aus, als hättest du die Nacht deines Lebens gehabt.“ Ich antwortete nicht, sondern strich mir nur langsam über die Oberschenkel, was ihn noch mehr aufheizte. „Warte, bis wir zu Hause sind“, warnte er mich, aber seine Stimme zitterte.
Und dann, kaum dass die Tür hinter uns ins Schloss fiel, drückte er mich gegen die Wand im Flur. „Du willst also, dass ich dich auch nehme, ja?“, keuchte er, während er mir die Hose herunterriss. „Ich dir zeige, wer dein richtiger Freund ist?“ Ich hätte lachen können, wenn nicht dieser stechende Schmerz gewesen wäre, als er versucht hat, in mich einzudringen. „Scheiße verdammt…!“, stöhnte er, aber das hielt ihn nicht auf. Stattdessen spuckte er auf seine Hand, rieb sich kurz ab und stieß dann mit einem einzigen, harten Ruck in mich.
Und Gott, war das ein Unterschied.
Wo Ben mich ausgefüllt hatte, wo ich jeden Zentimeter von ihm gespürt hatte, fühlte sich mein Freund jetzt… klein an. Nicht nur physisch, sondern in allem. Seine Stöße waren schnell, fast verzweifelt, als würde er versuchen, etwas zu beweisen. „Fühlst du das?“ Er packte meine Haare und zog meinen Kopf zurück. „Das hier ist mein Schwanz in dir, verstehst du?“
Aber ich spürte es kaum. Wo Ben mich genommen hatte, bis ich nicht mehr wusste, wo ich aufhörte, und er anfing, fühlte sich das hier an wie… ein schlechter Abklatsch. „Ja…“, stöhnte ich, aber es klang selbst in meinen Ohren unecht. „Genau so…“ Ich schloss die Augen und versuchte, mich auf das Gefühl zu konzentrieren, aber alles, was ich sah, war Bens Körper über mir, seine Hände auf meiner Haut, sein Lachen, als ich ihn anflehte, nicht aufzuhören.
Mein Freund kam nach zwei Minuten, mit einem erstickten „Fuck!“, das mehr nach Niederlage klang als nach Triumph. Dann ließ er sich auf mich fallen, sein Atem heiß an meinem Hals. „Das… das war geil“, murmelte er, aber ich spürte, wie sein Körper schon erschlaffte. „Du bist so eng heute…“ Ich strich ihm über den Rücken und sagte nichts. Stattdessen dachte ich daran, wie Ben mich stundenlang genommen hatte, wie er mich auf den Knien gezwungen hatte, wie er mich gezeichnet hatte, innerlich und äußerlich.
In diesem Moment wusste ich es: Ich würde nie wieder nur ihm gehören. Nicht, wenn es Männer wie Ben gab, Männer, die wussten, wie man eine Frau wirklich fickt. Männer, die einen nicht nach fünf Minuten keuchend liegen ließen, sondern einen nahmen, bis man nicht mehr konnte.
Und während mein Freund sich jetzt zufrieden an mich kuschelte, seine Hand besitzergreifend auf meiner Hüfte, lächelte ich in die Dunkelheit. Das hier war erst der Anfang.
Die Woche nach diesem ersten Erlebnis mit Ben war wie ein Rausch, ein wirbelnder Strudel aus Haut, Schweiß und dem Adrenalin, das durch meine Adern pumpte, jedes Mal, wenn ich einen neuen Körper unter mir, über mir oder hinter mir spürte.
Dienstag: Ein Typ aus der Uni, den ich immer nur aus der Ferne bewundert hatte, dieser schmächtige, aber unglaublich geschmeidige Tänzer aus dem Seminar für zeitgenössischen Ausdruckstanz. Wir trafen uns in den Umkleiden der Staatsoper, wo er mir nach einer „privaten Probenstunde“ zeigte, wie flexibel er wirklich war. „Du hast also gehört, dass ich jetzt frei bin?“, fragte ich, während ich mich gegen die kalten Fliesen lehnte. „Ich dachte mir, du könntest mir ein paar… Bewegungen beibringen.“ Sein Lachen war leise, fast verschmitzt, als er mich umdrehte und mir zeigte, wie sehr er mit seinen langen, schlanken Fingern und seinem überraschend harten Schwanz „bewegen“ konnte. „Gott, du bist so eng“, flüsterte er, während er mich von hinten nahm, seine Hände auf meinen Schultern, sein Atem heiß an meinem Ohr. „Aber du nimmst mich so gut… als wärst du dafür gemacht.“
Mittwoch: Ein Barkeeper in Neuköln, dieser breitschultrige, tätowierte Typ mit den rauen Händen und dem berlinerischen Akzent, der mich immer mit „Na, Süße, was darf’s sein?“ bediente. Diesmal war die Antwort nicht „ein Bier“, sondern „Dich. Jetzt.“ Er nahm mich auf dem Schreibtisch des Büros, während die Musik laut durch die Bar. „Du bist verdammt gierig, oder?“, knurrte er, während er mich an den Hüften packte und so hart in mich stieß, dass ich die Kante des Schreibtisches in meinen Handflächen spürte. „Genau so mag ich’s.“
Donnerstag: Ben. Wieder. Weil ich einfach nicht genug von ihm bekommen konnte. Diesmal in seinem Bett, wo er mich stundenlang bearbeitete, mal mit seinen Händen, mal mit seinem Mund, mal mit diesem verdammten Schwanz, der mich jedes Mal aufs Neue daran erinnerte, warum ich nie wieder auf ihn verzichten wollte. „Du lernst schnell…“, flüsterte er, als ich mich auf allen vieren vor ihm wand, mein Arsch noch rot von seinen Klapsen. „Aber ich glaube, du brauchst noch mehr Training.“
Und während ich mich von einem Bett zum nächsten, von einem Körper zum anderen bewegte, saß er zu Hause. Mein Freund. Der brave Junge, der mir jeden Abend eine Nachricht schickte, „Bin unterwegs, hol dich in 10 ab“, „Hast du Lust auf Döner?“, „Ich hab heute zwei Nummern bekommen, aber die haben alle abgewiesen. Keine Ahnung, warum.“ und dann pünktlich vor der Tür stand, ein Lächeln im Gesicht, als wäre er stolz darauf, der treue Teil unserer offenen Beziehung zu sein.
Manchmal roch er nach Parfüm, wenn er mich abholte, und ich wusste, er hatte es versucht. Aber die meisten Abende verbrachte er damit, auf dem Sofa Call of Duty zu zocken oder sich über Tinder-Matches zu beschweren, die nicht antworteten. „Die wollen alle nur was Ernstes“, seufzte er einmal, während ich mir heimlich die Lippen nachbemalte und an ihn dachte, an Ben, an den Tänzer, an den Barkeeper. „Keine Ahnung, was die alle haben.“
Sechs Monate später war aus dem „wir probieren das mal aus“ ein völlig neues Leben geworden. Mein Freund und ich, wir waren nicht mehr das Paar, das gemeinsam durch Möbelhäuser schlendert und über „unsere Zukunft“ redet. Wir waren etwas anderes. Etwas Ehrliches.
Er hatte aufgehört, mich zu fragen, wo ich war. Stattdessen wartete er jetzt einfach, wie ein Hund, der weiß, dass sein Herrchen irgendwann nach Hause kommt. Manchmal, wenn ich spät nachts hereinkam, die Haare zerzaust, die Lippen geschwollen, die Kleidung noch feucht sah ich ihn im Dunkeln auf der Couch sitzen. „War’s schön?“, fragte er dann, und seine Stimme klang nicht verletzt. Sie klang… erregt. „Erzähl mir alles.“
Und ich tat es. Nicht aus Boshaftigkeit. Sondern weil ich spürte, wie hart er wurde, wenn ich ihm beschrieb, wie Ben mich genommen hatte. Wie der Tänzer mich gebogen hatte, bis ich dachte, ich würde brechen. Wie der Barkeeper mich auf den Knien gezwungen hatte, während er mir seinen Schwanz in den Rachen rammte. „Und… und was hat er gesagt?“, flüsterte mein Freund dann, seine Hand schon in seiner Hose, während ich mich neben ihn setzte und ihm jeden Detail erzählte, die Geräusche, die Gerüche, die Schmerzen, die mich noch Tage später an sie erinnerten.
Manchmal, wenn ich fertig war, drehte er mich um und versuchte, es mir zu zeigen. „Ich kann das auch“, keuchte er, während er mich auf das Sofa drückte und in mich stieß, aber wir wussten beide, dass es nicht dasselbe war. Dass er nie so sein würde wie sie. Und das war okay. Denn inzwischen hatte er seinen Platz gefunden: Er war derjenige, der zuhörte. Derjenige, der wartete. Derjenige, der mich ihretwegen noch mehr begehrte.
Und ich? Ich war die Frau, die alles hatte. Die freie Frau. Die geile Frau. Die Frau, die wusste, dass sie nie wieder auf einen Mann beschränkt sein würde, nicht, wenn es so viele gab, die sie besser ficken konnten. Die mich mehr wollten. Die mich brauchten.
Und manchmal, wenn ich nachts wach lag und das leise Atmen meines Freundes hörte, der sich im Schlaf an mich kuschelte, lächelte ich. Denn ich wusste: Ich hatte gewonnen.








