Teil 4: Über Kontrolle & Hingabe
Die Nacht war ein Fieberwahn.
Leons Schlaf war flach und zerrissen, riss ihn alle ein, zwei Stunden zurück ins Bewusstsein. Die Dunkelheit des fremden Zimmers lastete auf ihm, und seine Gedanken waren ein hektisches, kreisendes Labyrinth. Wie war es nur so weit gekommen? Das Gefühl von Kims Händen, die kalte Endgültigkeit des Stahlkäfigs, der rohe, schockierende Genuss ihrer Finger in ihm, alles spielte sich in bruchstückhaften, scharfen Bildern ab. Scham und ein seltsames, tiefes Kribbeln der Erregung kämpften in seiner Brust. Hat Kim recht? Bin ich… besser so?
Neben ihm schlief Kim den tiefen, ungestörten Schlaf der Siegerin. Das blasse Mondlicht, das durchs Fenster fiel, streifte die Kurve ihrer Wange, die entspannte Linie ihres Mundes. Sie lächelte im Schlaf. Ein kleines, zufriedenes Lächeln, das sich wie ein Urteil anfühlte.
Als das erste echte Morgenlicht endlich in den Raum kroch, wachte Leon in diesem elenden Zustand zwischen Erschöpfung und Wachsein auf. Er blieb lange regungslos liegen, bevor er langsam den Kopf zu Kims Seite drehte. Ihre Seite des Bettes war leer. Die Laken waren kühl.
Ein dumpfes Gefühl der Verlassenheit breitete sich in ihm aus. Er richtete sich auf, sein Körper fühlte sich schwer und gebraucht an. Der Käfig war eine vertraute, unangenehme Präsenz, ein Teil von ihm, gegen den er in diesen ersten desorientierten Momenten nicht mehr ankämpfte. Er empörte sich nicht einmal mehr. Es gab nur eine stumme Akzeptanz und die stille, inbrünstige Hoffnung, bald davon befreit zu werden.
Er zog sich ein Paar weiche Baumwollshorts und ein T-Shirt an, der Stoff verbarg kaum die deutliche, unnatürliche Kontur. Er ging die Bewegungen im Bad mechanisch durch, Wasser ins Gesicht spritzen, Zähne putzen, und mied seinen eigenen Blick im Spiegel. Der Mann, der ihn anstarrte, war ein Fremder, mit müden Augen und unterwürfig.
Das Haus war still, als er barfuß die Treppe hinunter in die Küche schlich. Ein Plan formte sich in seinem schlaftrunkenen Gehirn: seine Mutter finden. Ruhig bleiben. Bestimmt sein. Nach dem Schlüssel fragen. Das hier beenden.
Doch die Küche war leer. Das gesamte Erdgeschoss summte in einer unheimlichen Stille. „Hanna?“ rief er, seine Stimme klang flach in der Ruhe. Keine Antwort. Ein unangenehmes Kribbeln lief ihm den Rücken hinunter. Er kontrollierte das Wohnzimmer, die offenen Terrassentüren. Nichts. Die Liegestühle am Pool waren leer.
Sie haben mich allein gelassen.
Der Gedanke traf ihn wie ein eiskalter Schauer. Er ging zurück zur Kücheninsel und sah es dann, einen kleinen, quadratischen Zettel, der gegen die Obstschale gelehnt war. Kims saubere, geschwungene Handschrift.
„Wir sind kurz einkaufen! Bis später… XXX Kim“
Drei Küsse. Es fühlte sich wie Hohn an.
Die Unruhe verdichtete sich zu einer heißen, zappelnden Angst in seinem Magen. Er fummelte sein Handy aus der Tasche, seine Finger ungeschickt. Er tippte auf Kims Namen und hielt sich das Telefon ans Ohr. Es klingelte. Und klingelte. Und sprang auf die Mailbox. Ihre fröhliche, aufgezeichnete Stimme fühlte sich wie eine persönliche Beleidigung an. „Hey, hier ist Kim! Hinterlass eine Nachricht!“ Er tat es nicht.
Er versuchte es bei Hanna. Gleiches Ergebnis. Der Klingelton schien in dem stillen Haus lauter zu werden, hallte mit seiner eigenen, eskalierenden Panik wider. Sein Kopf malte Bilder: Kim in einer Umkleidekabine, Hanna, die ein knappes Kleid hochhielt, Jordan, der draußen wartete… Nein. Hör auf.
Mit einem Gefühl der Vorahnung scrollte er und tippte auf Jordans Kontakt. Es war ein letzter Ausweg. Das Telefon verband fast sofort.
„Leon.“ Jordans Stimme war ein tiefes Grollen, untermalt vom leisen Klirren von Gewichten im Hintergrund. Er war im Gym.
„Wo sind sie?“ platzte Leon heraus, unfähig, die Anspannung aus seiner Stimme zu halten.
Ein tiefes, herzhaftes Lachen kam aus dem Lautsprecher. Es war nicht böse gemeint, aber es klang zutiefst amüsiert. „Einkaufen, mein Junge! Hast du die Nachricht nicht bekommen?“ Ein weiteres Klirren. „Entspann dich. Ich bin im Studio mit einem Kunden. Deine Mutter wollte Kim die Boutiquen in Santa Cruz zeigen. Ein Mädels-Tag.“
Die Logik klang vernünftig. Nachvollziehbar. Doch nichts an dieser Situation fühlte sich vernünftig an. „Sie geht nicht ans Telefon“, sagte Leon und hörte den trotzig-kleinen Ton in seiner eigenen Stimme.
„In einigen der alten Gassen ist das Signal scheiße“, sagte Jordan gelassen. Sein Tonfall wechselte, wurde fast väterlich. Ein Ton, den Leon hasste. „Hör zu. Es ist ein wunderschöner Tag. Du hast das Haus für dich allein. Genieß es. Schwimm. Chill in der Sonne. Lies ein Buch. Kim wird nichts hinter deinem Rücken tun.“ Eine Pause, schwer mit unausgesprochenen Bedeutungen. „Sie geht nur mit deiner Mutter einkaufen. Das ist alles.“
Die Worte sollten beruhigen, doch sie hatten den gegenteiligen Effekt. Das ist alles. Als ob die letzte Nacht, der Käfig, das Betteln, die Geräusche hinter der Wand, alles nur… normal wären. Teil des Programms.
„Alles klar“, brachte Leon hervor, seine Stimme angespannt.
„Braver Junge“, sagte Jordan, und die Leitung war tot.
Leon stand in der stillen Küche, das Telefon schlaff in seiner Hand. Jordans Versicherung hallte in seinem Kopf nach. Sie wird nichts hinter deinem Rücken tun. Der Satz verdrehte sich. Es implizierte, dass sie etwas vor seinen Augen tun könnte. Mit seiner Erlaubnis. Der Gedanke ließ seine Haut krabbeln und seinen gefangenen Schwanz in einem jämmerlichen, gefangenen Zucken reagieren.
Ohne bessere Option bereitete er mechanisch das Frühstück zu. Das Essen schmeckte fad. Trotzdem aß er seinen Teller leer, die Handlung gab ihm etwas, worauf er sich konzentrieren konnte. Dann, wie ein Geist in seinem eigenen Leben, ging er zum Pool.
Die Sonne stand hoch und heiß, der Himmel war ein perfektes, wolkenloses Blau. Er ließ sein T-Shirt auf einen Liegestuhl fallen und ließ sich darauf nieder, das warme Plastik gegen seinen Rücken. Er schloss die Augen. Die Hitze sickerte in seine Knochen, ein körperlicher Trost, der nichts gegen das Chaos in ihm ausrichten konnte. Der Käfig drückte gegen seinen Oberschenkel, eine ständige, metallische Erinnerung.
Er musste eingenickt sein, denn das Klicken des Gartentors riss ihn aus dem Schlaf. Sein Herz sprang ihm in die Kehle. Er setzte sich auf und blinzelte Richtung Haus.
Doch es war weder Kim noch Hanna. Es war Jordan, allein, der um die Seite der Finca zum Pool kam. Er hatte seine Gym-Klamotten gegen lockere, ausgebleichte Badeshorts getauscht, die tief auf seinen Hüften hingen. Sein Torso, eine atemberaubende Landschaft aus geformten Muskeln und dunkler Haut, glänzte leicht von Schweiß oder vielleicht der Freiluft-Dusche, neben der Finca. Er bewegte sich mit der mühelosen, kraftvollen Anmut eines Raubtiers in seinem Revier.
Leons Mund wurde trocken. Instinktiv zog er die Knie ein wenig hoch, ein schwacher Versuch, die sichtbare Kontur des Käfigs unter seinen Shorts zu verbergen.
Jordan bemerkte die Bewegung. Ein langsames, wissendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er kommentierte es nicht. Stattdessen ging er zum Poolrand, sein Schatten fiel über Leon.
„Siehst du?“ Jordans Stimme war ein tiefer, warmer Bariton. „Ich hab dir gesagt, du sollst den Tag genießen.“ Er neigte den Kopf, sein Blick glitt über Leons angespannte Gestalt. „Du siehst aus, als könntest du ein richtiges Bad vertragen. Oder…“ fügte er hinzu, seine Augen funkelten, „…ein richtiges Gespräch.“
Er wartete nicht auf eine Antwort. Er tauchte mit einem sauberen, kraftvollen Bogen ins Wasser, kaum einen Spritzer machend. Er tauchte in der Mitte auf, schüttelte das Wasser aus dem Haar, die Tropfen fingen das Sonnenlicht wie Diamanten auf seinen Schultern ein. Er drehte sich, trat Wasser und blickte zurück zu Leon.
„Das Wasser ist perfekt“, rief Jordan. „Komm rein. Außer du hast Angst, dass der kleine Käfig nass wird.“
Die schwere, feuchte Luft lag wie eine Decke auf Leon und drückte ihn in den Liegestuhl. Er starrte auf das Wasser, auf die Stelle, an der Jordan mit solcher mühelosen Kraft verschwunden war. Die Bemerkung Jordans über den Käfig hallte in seinem Schädel nach.
Leon versuchte, sich zu entspannen. Er schloss die Augen. Die Sonne brannte auf seiner Haut, doch ein kalter Knoten aus Anspannung blieb in seinem Magen. Er bewegte sich, der Stahlkäfig ein unangenehmes Andenken an seinem Oberschenkel. Er musste nur auf Hanna warten. Den Schlüssel holen. Das hier beenden.
Vom Pool her ein tiefes, amüsiertes Lachen. Jordan trieb jetzt auf dem Rücken, die Arme weit ausgebreitet, ein Bild absoluter Gelassenheit. „Du denkst zu laut, Junge“, rief er, seine Stimme trug mühelos. „Es ist nur ein Stück Metall. Es wird dich nicht beißen.“
Leons Augen flogen auf. Er hatte nicht bemerkt, dass er beobachtet wurde. „Ich denke gar nichts“, murmelte er und wusste, wie schwach es klang.
„Doch, das tust du“, sagte Jordan, drehte sich auf den Bauch und schwamm mit trägen, kraftvollen Zügen Richtung flaches Ende. Er blieb stehen, stützte sich mit den Unterarmen auf den gefliesten Rand, das Wasser plätscherte an seiner Brust. Seine Muskeln spannten und verschoben sich unter seiner dunklen Haut. „Weißt du, deine Mutter… sie hat eine Vision für dich. Für dich und Kim.“
Leons Kiefer verkrampfte sich. „Ich brauche ihre Vision nicht.“
„Vielleicht nicht“, gab Jordan zu, sein Lächeln verblasste nicht. „Aber Kim vielleicht schon.“ Er stieß sich von der Wand ab und trieb zurück ins tiefere Wasser. „Eine Frau wie Kim… sie hat Feuer. Neugier. Sie probiert hier etwas Neues. Spürst du das nicht?“
Leon spürte es. Es war ein ständiges, nagendes Jucken unter seiner Haut. Er antwortete nicht. Sein Blick, gegen seinen Willen, folgte Jordan bei jeder Bewegung.
Jordan stieg die Stufen am flachen Ende hinauf, das Wasser lief in Rinnsalen von seinem Körper. Er stand einen Moment da, tropfte auf den sonnengebleichten Stein. Leon hielt den Atem an.
Die Badeshorts des Mannes, dunkel und nass, schmiegten sich an jede Kontur. Und dort, unverkennbar, zeichnete sich eine schwere, dicke Form unter dem Stoff ab. Es war nicht nur eine Kontur, es war eine Definition. Ein Gewicht. Ein Versprechen von etwas Substantiellem und Einschüchterndem. Leons Blick blieb einen Herzschlag zu lange daran hängen, eine heiße Welle aus Scham und etwas anderem, einem scharfen, unerwünschten Funken der Faszination, durchflutete ihn.
Jordan bemerkte den Blick. Er machte keine Anstalten, sich zu bedecken. Stattdessen streckte er sich, die Arme zum Himmel gereckt, sein Torso dehnte sich, die Muskeln seines Bauchs warfen tiefe Schatten. Er stieß ein zufriedenes Stöhnen aus. „Das ist besser“, sagte er, seine Augen trafen wieder auf Leons. Der wissende Glanz war jetzt heller. „Sonne und Wasser. Heilt die meisten Dinge. Aber nicht alles, oder?“
Der Moment dehnte sich, schwer von unausgesprochenen Bedeutungen. Leon war gefangen, zerrissen zwischen der Demütigung, beim Starren erwischt worden zu sein, und dem beängstigenden Sog von Jordans roher Körperlichkeit. Er spürte, wie sein eigenes, gefangenes Fleisch nutzlos zuckte, ein dumpfer Schmerz, der gegen das stählerne Gefängnis drückte.
Genau als die Stille unerträglich wurde, durchbrach das Geräusch des sich öffnenden Gartentors und fröhliche Frauenstimmen die Spannung.
Erleichterung, plötzlich und schwindelig, überflutete Leon. Er riss seinen Blick von Jordan los.
Kim und Hanna kamen um die Ecke des Hauses, ihre Arme beladen mit bunten Einkaufstaschen. Kims Gesicht war gerötet, ihre Augen glänzten. „Leon! Du lebst noch!“, rief sie lachend.
Hannas Blick wanderte von Leons angespannter Gestalt auf dem Liegestuhl zu Jordan, der tropfend und dominant am Pool stand. Ein langsames, geheimnisvolles Lächeln spielte um ihre Lippen. „Jordan, Schatz, tropf nicht die ganze Terrasse voll“, sagte sie, ihr Tonfall war leicht, doch ihre Augen sprachen Bände.
„Entschuldige, Baby…“, brummte Jordan und griff nach einem Handtuch von einem nahen Stuhl. Er begann, sich mit langsamen, bedachten Bewegungen abzutrocknen, seine Augen jetzt auf Kim gerichtet.
Kim ließ ihre Taschen bei der Terrassentür fallen. „Gott… Es ist so heiß“, verkündete sie. „Ich zieh mich um. Bin gleich zurück.“ Sie warf Leon ein schnelles, undurchdringliches Lächeln zu, bevor sie im Haus verschwand.
Leon sah seine Chance. Er stand auf, seine Beine waren etwas unsicher. „Mom. Ein Wort? In der Küche?“
Hannas Lächeln blieb. „Natürlich, Schatz. Ich leg nur schnell das hier ab.“ Sie folgte ihm ins Haus, ihr leichtes Sommerkleid raschelte um ihre Waden.
Die Küche war kühl und roch nach Zitrus. Hanna lehnte sich gegen die Arbeitsplatte, wartete. Die dünne goldene Kette um ihren Hals glänzte, und daran hing ein kleiner, silberner Schlüssel. Er ruhte direkt über dem Ausschnitt ihres Kleides.
Leons Blick fixierte sich darauf. Sein Mund war trocken. „Der Schlüssel“, begann er, seine Stimme rau. „Ich brauche ihn. Jetzt. Das hier geht lange genug.“
Hanna neigte den Kopf, ihr Ausdruck war einer sanften Belustigung. Sie griff nach oben und berührte den Schlüssel, nahm die Kette aber nicht ab. „So ungeduldig. Es ist erst ein Tag, Leon. Ich dachte, du würdest vielleicht… lernen, die Erfahrung zu schätzen.“
„Schätzen?“ Leon zischte, Frustration brach durch. „Ich bin in einem verdammten Käfig eingesperrt!“
„Deine Ausdrucksweise, mein Sohn!“, ermahnte Hanna sanft. „Und ja. Das bist du. Zu deinem Besten. Um dir zu helfen, dich zu konzentrieren. Um Kim zu helfen… sich zu entdecken.“ Sie trat einen Schritt näher, ihr Parfüm ein vertrauter, tröstlicher Duft, der gewaltsam mit dem Gespräch kontrastierte. „Warum die Eile? Der Tag ist noch jung. Wir haben ein wundervolles Abendessen geplant. Bleib bis dahin eingesperrt. Sieh, wie es sich anfühlt… zu beobachten.“
„Was beobachten?“ Leons Herz hämmerte. Er konnte den Blick nicht vom Schlüssel abwenden.
Hannas Augen huschten an ihm vorbei, durch das große Küchenfenster, das auf die Poolterrasse hinausging. Ihr Lächeln vertiefte sich zu etwas durch und durch Wissendem. „Ach, nur das Leben, Schatz. Und die… Möglichkeiten.“
Leon folgte ihrem Blick und drehte sich um.
Und seine Welt erstarrte.
Draußen lag Kim auf dem Bauch auf einem Liegestuhl. Sie trug einen neuen Bikini, winzige Dreiecke aus hellem blauem Stoff, die wenig der Fantasie überließen. Ihr Rücken war nackt, die Bänder des Oberteils waren aufgelöst.
Und Jordan war da. Er kniete neben ihr. Eine Flasche Sonnencreme in der Hand.
Jordans riesige Handfläche, glitschig von der weißen Creme, strich einen breiten Strich die Länge von Kims Wirbelsäule hinunter. Die Bewegung war langsam, besitzergreifend. Seine andere Hand ruhte auf ihrer Hüfte, der Daumen strich über ihr Becken.
Leons Blut gefror, dann entzündete es sich.
Er beobachtete, hilflos, wie Jordans Hand sich tiefer bewegte. Über den unteren Rücken. Über die Wölbung ihres Pos, der kaum von einem Fetzen blauen Stoffs bedeckt war. Jordans Finger zögerten nicht. Sie glitten unter den elastischen Rand ihres Bikini-Unterteils, verschwanden im Schatten zwischen ihren Beinen.
Kims Kopf war zur Seite gedreht, ihr Gesicht halb in ihren gefalteten Armen vergraben. Doch Leon sah den Moment. Er sah, wie ihr Körper ein kleines, unwillkürliches Zucken machte. Er sah ihre Augen, halb geschlossen, dunkel mit einem trägen, schwer befangenen Fokus. Sie blickte nicht zum Himmel. Sie blickte nach unten, ihr Gesicht nur Zentimeter von Jordans Badeshorts entfernt, die sich jetzt straff über eine beeindruckende, unverkennbare Beule spannten.
Hannas Stimme war ein Flüstern in seinem Ohr, warm und unerbittlich. „Siehst du? Sie ist neugierig. Sie will sehen, woraus ein echter Mann gemacht ist. Kannst du es ihr verdenken?“
Leon konnte nicht atmen. Er war wie angewurzelt. Sein eigener, gefangener Schwanz zuckte heftig und frustriert gegen das unnachgiebige Metall, ein jämmerlicher Protest gegen die Szene, die sich in der Sonne entfaltete.
Draußen bewegte sich Jordans Hand. Seine Finger, immer noch unter dem Stoff, zeichneten einen langsamen, intimen Pfad. Von zwischen ihren Beinen, die Spalte ihres Pos hinauf. Kims Rücken bog sich, nur ein wenig. Ihre Zähne gruben sich in ihre Unterlippe. Ein weicher, hauchiger Seufzer, unhörbar durch das Glas, aber perfekt klar in Leons entsetzter Vorstellung, schien in der stillen Küche widerzuhallen.
Jordan beugte sich näher. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr. Kims Augen flatterten zu. Sie nickte langsam, fast unmerklich.
„Er cremt sie nur ein, Leon“, flüsterte Hanna, ihr Tonfall triefte vor falscher Unschuld. „Stellt sicher, dass sie nicht an den… empfindlichen Stellen verbrennt.“
Leons Hände ballten sich zu Fäusten an seinen Seiten. Er zitterte. Der Drang, zu schreien, das Fenster einzuschlagen, nach draußen zu stürmen und Jordan von ihr wegzureißen, war ein physischer Schmerz in seiner Brust. Doch ein tieferer, dunklerer Teil von ihm war wie gebannt. Der gleiche Teil, der unter Kims Fuß gezittert hatte, der gebettelt hatte, sie zu schmecken, der unter ihren Fingern zerbrochen war.
Er konnte sich nicht bewegen. Er konnte nur zusehen.
Wie Jordans Hand, immer noch vom blauen Stoff verdeckt, begann, sanft und rhythmisch zu kneten. Und wie Kim, ihr Gesicht immer noch der dicken Beule zugewandt, ihre Lippen öffnete.
Die Welt außerhalb des Küchenfensters verengte sich zu einem einzigen, sonnenüberfluteten Tableau. Leons Hände lagen flach auf der kühlen Marmorplatte, das Einzige, was ihn noch aufrecht hielt. Er konnte nicht wegsehen. Er konnte nicht einmal blinzeln.
Auf dem Liegestuhl pausierte Jordans Hand am unteren Rücken von Kim. Seine Finger, immer noch glitschig von der Sonnencreme, hakten sich unter den dünnen elastischen Bund ihres Bikini-Unterteils. Er hatte es nicht eilig. Er blickte auf Kims Profil hinab, ihr Gesicht dem beeindruckenden Umriss zugewandt, der sich gegen seine Badeshorts presste, und ein langsames, selbstbewusstes Lächeln spielte um seine Lippen.
Dann, mit einem Zug, der so bewusst war, dass er fast zeremoniell wirkte, begann er, den blauen Stoff nach unten zu ziehen.
Kim hinderte ihn nicht. Ihr Körper erstarrte, eine Statue gespannter Erwartung. Leon beobachtete, sein Atem steckte ihm im Hals, als das Stück Stoff über die Kurve ihres Pos glitt, die Rückseite ihrer Oberschenkel hinab und auf den heißen Stein geworfen wurde. Die Sonne badete ihre nackte Haut in goldenem Licht, ließ sie völlig entblößt zurück. Sie machte keine Anstalten, sich zu bedecken. Sie stieß nur einen langen, zitternden Seufzer aus, der das Glas wenige Zentimeter vor Leons Gesicht beschlug.
Jordans Blick glitt über sie, wie ein Besitzer, der seine Beute mustert. Eine seiner riesigen Hände legte sich auf die Krümmung ihrer Hüfte und hielt sie fest. Die andere Hand, deren Finger glänzten, bewegte sich von hinten zwischen ihre Oberschenkel.
Leon sah, wie sich Kims Rücken bog, eine scharfe, elegante Kurve. Ihr Kopf hob sich leicht von ihren Armen. Ihre Augen waren jetzt weit geöffnet, nicht auf den Himmel gerichtet, sondern auf die dicke Beule, die sich gegen Jordans nasse Badeshorts presste, nur Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt. Ein tiefer, hungriger Laut, kaum hörbar durch das geschlossene Fenster, entwich ihr.
Jordans Finger begannen sich zu bewegen. Leon konnte das Spiel der Muskeln in seinem Unterarm sehen. Er berührte sie. Dort. Er rieb langsame, feste Kreise gegen ihre Klitoris. Kims Hüften zuckten unwillkürlich, drängten sich gegen seine Hand. Ihre eigene Hand, die bisher reglos an ihrer Seite gelegen hatte, zuckte. Dann hob sie sich.
Langsam, als würde sie sich durch Honig bewegen, streckte Kim die Hand aus. Ihre Fingerspitzen berührten den feuchten Stoff von Jordans Badeshorts, genau über der schweren, markanten Wölbung. Jordans rhythmische Finger auf ihrer Klitoris hielten nicht inne. Er stieß ein tiefes, zustimmendes Knurren aus, das Leon bis in seine Knochen spürte.
Kims Hand flachte ab. Sie umschloss ihn durch den Stoff, ihre Finger krümmten sich, um die schiere Dicke, die unmögliche Härte zu spüren. Ein weiches, ehrfürchtiges „Oh“ formte sich auf ihren Lippen. Sie begann, ihn zu streicheln, eine zögerliche, erkundende Berührung, die mit jedem Mal mutiger wurde, ihre eigene Erregung trieb ihre Neugierde an.
In der Küche spürte Leon ein gewaltsames, hilfloses Zucken in seiner Leiste. Sein gefangener Schwanz drückte gegen sein Gefängnis, ein dumpfer, pochender Schmerz, der den Rhythmus von Jordans Hand draußen nachahmte. Er stöhnte leise, ein Geräusch gequälter Faszination.
Plötzlich spürte er Wärme an seinem Rücken. Ein vertrautes, blumiges Parfüm umhüllte ihn. Hannas Stimme war ein Flüstern in seinem Ohr, ihr Atem strich durch sein Haar. „Siehst du, wie sehr sie es will, Leon? Sie muss spüren, wie so ein echter Schwanz ist. Schau dir ihre Hand an. Sie ist verzweifelt darauf aus, zu wissen, wie groß er ist.“
Leon konnte nicht sprechen. Seine Augen waren auf Kims Hand fixiert, die jetzt am Bund von Jordans Badeshorts zog. Jordan half ihr, verschob seine Hüften. Der nasse Stoff wurde nach unten geschoben, und Kim keuchte sichtbar.
Leons eigener Verstand stolperte, versuchte zu begreifen. Die schiere, obszöne Größe von Jordans schwarzem Schwanz, dick und schwer und bereits vollkommen hart, der sich in die feuchte Luft reckte. Es war eine schockierende, brutale Wahrheit, die Leons eigenes gefangenes Fleisch lächerlich und unbedeutend wirken ließ. Ein Laut entwich ihm, ein Seufzer reiner, bestürzter Ungläubigkeit, doch durchzogen von einem schrecklichen, unerwünschten Hitzeschwall.
Draußen lachte Jordan. Er sagte etwas zu Kim, tief und rau. Dann drehte er langsam den Kopf. Er blickte direkt durch das Fenster. Direkt auf Leon und Hanna in der Küche. Sein Grinsen war breit, weiß und völlig triumphierend. Er wusste es. Er wusste, dass sie zuschauten, und er genoss es.
Dieser Blick war wie ein Blitzableiter. Scham, Wut und eine dunkle, aufsteigende Erregung prallten in Leons Magen aufeinander. Er fühlte sich bloßgestellt, mitschuldig.
Im selben Moment spürte er Hannas Hände. Eine legte sich auf seine Hüfte. Die andere glitt tiefer, über den Rücken seiner Shorts. Ihre Finger, warm und sicher, fanden die Spalte seines Pos durch den weichen Baumwollstoff. Sie begann zu massieren, ein fester, kreisender Druck gegen seinen verbotenen Ort.
„Pssst“, beruhigte Hanna, ihre Lippen an seinem Ohr. „Alles ist gut. Gib dich dem hin. Beobachte deine Frau. Sieh, wofür sie gemacht ist.“
Leon zitterte. Er war zerrissen. Eine Hälfte schrie vor Demütigung. Die andere Hälfte schmolz unter der Berührung seiner Mutter, unter dem verheerenden Schauspiel draußen.
Kim, getrieben von einer Lust, die jede Hemmung zu überwinden schien, beugte sich vor. Ihre Augen glänzten vor einer wilden Gier, die Leon noch nie an ihr gesehen hatte. Sie nahm Jordan in den Mund.
Leon stöhnte laut, sein Kopf sank gegen die Scheibe. Er beobachtete wie gebannt, wie sich Kims Kopf zu bewegen begann, ihre Lippen dehnten sich um seinen Schaft, der so so dick schien. Sie würgte, zog sich zurück, dann tauchte sie wieder ein, entschlossener. Eine ihrer Hände umschloss seine schweren Hoden, massierte sie, während die andere den dicken Schaft an der Basis bearbeitete.
Jordan warf den Kopf zurück, ein König, der Tribut entgegennahm. Seine eigene Hand, immer noch zwischen Kims Beinen, arbeitete schneller. Drei seiner dicken Finger waren jetzt in ihr begraben, fickten sie mit flachen, unerbittlichen Stößen. Leon sah, wie er seine Haltung veränderte, die anderen Finger seiner Hand mit ins Spiel brachte. Er sah Jordans Daumen, glänzend von ihrer Feuchtigkeit und der Sonnencreme, gegen ihr anderes Loch drücken. Kims Körper verkrampfte sich, ihr Mund löste sich mit einem nassen Seufzer von Jordans Schwanz, als er begann, zu seinem Daumen, einen zweiten Finger in diesen unmöglich engen Raum zu pressen, sie zu dehnen, beide ihre Eingänge gleichzeitig zu füllen.
„Verdammt“, würgte Leon hervor, das Wort ein raues Gebet.
„Ja“, zischte Hanna, ihr Finger, die unter Leons Shorts gewandert waren und jetzt ohne Hemmungen gegen Leons eigenen Arsch drückten, und seine Lust ungewollt steigerte. „Sie nimmt ihn. Sie liebt ihn. Und er fickt ihre kleinen, dreckigen Löcher mit seinen Fingern, während sie seinen großen, schwarzen Schwanz lutscht. Schau sie dir an, Leon. Schau dir deine gierige Verlobte an.“
Das Bild, kombiniert mit Hannas schmutzigen Worten und dem unerbittlichen Druck auf seinem Arsch, brach etwas in ihm. Die angespannte Spirale in seinem Kern, die sich seit Stunden gesteigert hatte, fand einen Weg heraus.
Ein erstickter, zitternder Seufzer riss sich aus Leons Kehle. Er kam, gewaltsam, in dem Stahlkäfig. Es war eine jämmerliche, eingeschlossene Eruption, ein heißer Schub ohne Entlastung, ein zitterndes Beben, das ihn schwach und keuchend gegen die Fensterscheibe fallen ließ, sein Blick verschwamm.
Draußen, als wäre es mit Leons eigenem Untergang verbunden, zuckte Kims Körper. Ein stummer, schreiender Orgasmus riss durch sie, ihr Rücken bog sich vom Liegestuhl, ihre Hände krallten sich in Jordans Oberschenkel. Jordans eigene Bewegungen wurden hektisch, seine Hüften stießen einmal, zweimal in ihren Mund. Dann erstarrte er, ein tiefes, Stöhnen brach aus ihm hervor, als er über ihr Gesicht und in ihren Mund kam. Weiße dicke Fäden und Spritzer, die sich scharf gegen ihre gebräunte Haut und den blauen Bikini-Stoff abhoben, der immer noch um ihre Taille gewickelt war.
Stille, schwer und gesättigt, senkte sich über die Terrasse und die Küche.
Leon keuchte, erschöpft und leer, Hannas Hand immer noch eine feste, beanspruchende Präsenz auf seinem Hintern.
Jordan, der immer noch über Kim stand, zog langsam seine Finger aus ihr. Er blickte auf ihr grinsendes, von Sperma überzogenes Gesicht mit einem Ausdruck tiefer Zufriedenheit. Dann drehte er sich wieder um.
Seine Augen, dunkel und wissend, trafen Leons durch das Glas. Er zwinkerte langsam, absichtlich.
< Fortsetzung folgt…>









