Letztes Jahr, am See, habe ich etwas gesehen, das sich in meinen Kopf gebrannt hat wie ein Brandmal. Es war ein Unfall, wirklich. Eine verflixte, hektische Situation bevor wir uns auf den Weg zum Schwimmen machten, und ich stolperte nur in das falsche Zimmer in der Wohnung von Stefan, Marks bestem Freund. Die Tür gab nach, und da stand er, halb abgewandt, gerade dabei, sich seine Hose über die Hüften zu ziehen.
Und da war es.
Sein Schwanz. Schlaff. Und trotzdem… fuck.
Ich erstarrte für eine halbe Ewigkeit, vielleicht nur eine Sekunde. Er war lang, schwer, ein dicker Fleischklumpen, der zwischen seinen Beinen baumelte. Mein Gehirn, benebelt von der Hitze des Tages und der Hektik, nahm ein makelloses, detailreiches Foto auf. Die Adern, die selbst im schlaffen Zustand ein sichtbares Netz unter der Haut bildeten. Die breite, dunklere Eichel, die wie eine abgerundete Kuppel aus der schützenden Vorhaut lugte. Der dicke Schaft, der sich nach unten zu seinen prallen, rasierten Eiern verdickte.
„Scheiße, sorry!“, stieß ich hervor, mein Gesicht brannte, als hätte mich jemand ins Feuer gestoßen. Stefan grunzte verlegen, zog die Hose hoch, und wir lachten es weg, dieses nervöse, hohe Lachen, das absolute Peinlichkeit übertünchen soll. „Kein Problem, passiert“, murmelte er. Ich drehte mich um, floh, mein Herz hämmerte mir gegen die Rippen wie ein gefangener Vogel.
Aber dieses Bild. Fucking. Geht. Nicht. Weg.
Ich liebe meinen Mann. Ich liebe Markus. Er ist sanft, er ist liebevoll, sein Lächeln lässt mich immer noch schmelzen. Sein Körper ist vertraut und heimatlich. Wenn er hart ist, ist er schön, aufreizend, perfekt für mich. Dachte ich.
Doch dieser direkte, unerbittliche Vergleich, den mein Unterbewusstsein in dieser Sekunde angestellt hat, fraß sich wie eine Säure in mein Gehirn. Stefans schlaffer Schwanz war länger, dicker, massiver als Markus, wenn er komplett steif und bereit für mich ist. Dieser schiere, unverhohlene Unterschied. Es war keine Wertung. Es war ein Fakt. Ein biologischer Fakt meiner intimsten Gedanken.
Zuerst kam es nur, wenn ich mich selbst befriedigte. Allein im Bad, unter der Dusche, das heiße Wasser prickelte auf meiner Haut, während meine Finger meinen Kitzler umkreisten. Plötzlich, hinter geschlossenen Lidern, war nicht mehr das übliche Fantasiegesicht da. Es war dieses Bild. Dieser lange, schwere Schaft. Schlaff. Dann, in meiner Vorstellung, erwachte er zum Leben. Ich sah, wie er sich füllte, dickes, dunkles Blut durch die Adern pulsierte, wie er sich aufrichtete, steif und trotzig, ein monströser, praller Prügel, der nach oben gegen seinen Bauch klatschte. Ich stellte mir das Gewicht davon in meiner Hand vor. Die Mühe, meine Finger darum zu schließen. Die unmögliche Spannung der Haut.
Und ich kam. Heftig. Ein zuckender, schuldiger Orgasmus, der mich gegen die Kacheln presste, während mein Atem in Stücken aus meiner Lunge brach. Direkt danach: die Scham. Eine eiskale Dusche, die mich überfiel. Wie konnte ich? Über den besten Freund meines Mannes? Während meine eigenen Finger in meiner eigenen, eng zusammengezogenen Muschi steckten? Ich fühlte mich ekelhaft. Verräterisch.
Dann, eines Abends, als Markus mich nahm. Er war zärtlich, wie immer. Küsste meinen Hals, flüsterte mir Liebesworte ins Ohr. Seine Hände streichelten meine Brüste, seine Hüften stießen in einem vertrauten, wohligen Rhythmus gegen mich. Ich umschlang ihn, meine Beine um seine Taille geschlungen, und versuchte, mich in dem Gefühl zu verlieren. Doch dann, aus dem Nichts, schoss das Bild wieder ein. Stefans Schwanz. Nicht schlaff. Sondern hart. Steif. Ich stellte mir vor, wie dieser viel dickere Schaft anstelle von Markus in mich eindrang. Wie er mich aufspreizen würde, mich dehnen, einen brennenden, füllenden Schmerz verursachen würde, wo jetzt nur behagliche Wärme war. Die pure, ungezügelte Masse von ihm, die meinen engen Kanal ausfüllte, bis nichts mehr Platz hatte.
Meine Muskeln verkrampften sich um Markus. Ein ersticktes Stöhnen entwich meinen Lippen. „Gefällt es dir?“, keuchte er, sein Tempo beschleunigend, angespornt von meiner Reaktion.
„Ja… oh Gott, ja, fick mich, bitte fick mich härter“, stammelte ich, und die Worte waren sowohl für ihn als auch für das Phantom in meinem Kopf. Die Schuld war noch da, brodelnd in meinem Bauch, aber sie vermischte sich mit einer so intensiven, schmutzigen Erregung, dass mein Kopf leer wurde. Mein Orgasmus, als er kam, war kein sanfter Höhepunkt. Es war ein gewaltsamer Ausbruch. Mein Körper bog sich, ich stöhnte, meine Nägel gruben sich in seinen Rücken, und ich zuckte und bebte unter ihm in einer Weise, die ihn verblüfft und stolz zurückließ. „Wow… was war das?“, flüsterte er atemlos in mein Haar.
„Ich weiß nicht“, log ich, mein Gesicht in der Kühle seines Halses vergrabend. „Du warst einfach… überwältigend.“ Doch in mir wusste ich es. Es war der Gedanke. Der verbotene, dreckige Gedanke, der den Sex von behaglich zu elektrisierend transformiert hatte.
Das war der Punkt, an dem ich die Kontrolle verlor. Die heimlichen Masturbationssessions wurden zur Routine. Die Schuld wurde zu einem leisen Hintergrundrauschen, übertönt vom lauten, pochenden Verlangen. Ich begann, online zu gehen. Zuerst nur harmlos. Dann, gezielter. Subreddits. MassiveCock. ThickDick. MonsterCocks. Stunden verschwand ich in diesen Foren, scrollte durch endlose Bilder und Videos von anonymen, riesigen Schwänzen. Sie waren nicht wie Stefans. Sie waren unmenschlich, monströs, wie Waffen. Aber sie sprachen dieselbe Sprache in meinem Unterleib. Die Sprache der Füllung. Der Dehnung. Der schieren, unhöflichen Penetration.
Vor ein paar Monaten dann der logische, unvermeidliche Schritt. Ein Paket kam, diskret verpackt. Ich öffnete es mit zitternden Fingern. Da lag er, in kühlem, lebensechtem Silikon. Der Dildo. Er war länger und deutlich dicker als Markus. Ein realistisches, hautfarbenes Etwas, mit prägnanten Adern und einer breiten, abgerundeten Eichel. Ich nahm ihn in die Hand. Das Gewicht war ernüchternd. Ernsthaft. Das war kein Spielzeug mehr. Es war ein Werkzeug. Ein Simulator der Lust.
Ich habe ihn ausprobiert, nachdem Markus eines Abends eingeschlafen war. Mit viel Gleitgel, im halbdunklen Badezimmer. Es war eine Offenbarung und eine Folter zugleich. Ich musste mich entspannen, atmen, mich stückchenweise daran gewöhnen. Der brennende Widerstand, als die breiteste Stelle meinen Eingang passierte, ließ mich die Zähne zusammenbeißen. Aber dann… fuck… dann war er drin. Und er füllte mich. Wirklich, absolut, bis an die Grenze füllte er mich aus. Es gab keinen Raum für irgendwas anderes. Keine Gedanken, keine Schuld, nur dieses überwältigende, sprengende Gefühl von Fleisch in mir. Ich bewegte mich darauf, langsam, und jedes Mal, wenn der dicke Schaft an meiner innersten Stelle vorbeischabte, zuckte ein weißer Blitz durch mein Gehirn. Ich kam, ohne meinen Kitzler zu berühren, nur von dieser brutalen, inneren Stimulation, mein Körper verkrampfte sich um das fremde Silikon, und ich weinte stöhnend, leise, weil es so verdammt gut war und weil es nicht echt war.
Die Online-Sache begann sich jetzt zu wandeln. Markus war mit einem Arbeits-Projekt beschäftigt, lange Nächte im Büro. Ich war allein, gelangweilt, horny. Das Scrollen durch Bilder reichte nicht mehr. Ich wollte… Interaktion. Eine Bestätigung. Also, an einem besonders schwülen Dienstagabend, überredete ich mich selbst: Ein Bild ohne Gesicht, dass meine Kurven zeigte. Von vorne und hinten. Nackt. Dazu ein Emoji-Kommentar auf anderen Bildern, das tut doch niemandem weh. Es ist anonym. Es ist nichts.
Unter einem Bild eines gewaltigen, adrigen Schwanzes, der fast den gesamten Bildschirm ausfüllte, tippte ich: 🥵🔥
Mein Herz raste. Nichts geschah. Ich fühlte mich albern. Dann, ein paar Minuten später, unter einem anderen, kommentierte ich: 💦😈
Die Antwort kam als private Chat-Nachricht. „Gefällt dir, was du siehst, Kleines?“ Die Ansprache ließ mich zusammenzucken und gleichzeitig ein warmes Prickeln in meinem Unterleib spüren. Ich zögerte, dann tippte ich: Vielleicht.
Was folgte, war ein Wasserfall. Bilder. Nicht nur eines. Aus verschiedenen Winkeln. Sein Schwanz, hart, in einer großen Hand. Auf einem Lineal, das die unmögliche Länge und den Umfang zeigte. Mit einer Deo-Dose daneben, um die Dicke zu verdeutlichen. Und die Nachrichten. „Siehst du das? Das gehört in dich. In deine enge, kleine Fotze. Die gehört gedehnt.“ „Du stehst auf große Schwänze, hm? Du kleine, versaute Schlampe. Du brauchst das.“ „Ich würde dich aufspießen. Dich so tief ficken, dass du vergisst, wie dein Freund heißt.“
Jede Nachricht war ein Schlag direkt in meine Scham. Ich war klatschnass. Meine Hand schoss zwischen meine Beine, während ich mit der anderen das Telefon hielt, meine Finger fuhren wild über meinen aufgequollenen Kitzler. Ich las die Worte immer wieder. Enge, kleine Fotze. Aufspießen. Tief ficken. Ich stellte mir vor, es wäre Stefan. Dass er mir diese dreckigen Worte ins Ohr flüsterte, während sein dicker, langer Schwanz bereit war. Aber es war nicht Stefan. Es war ein Fremder. Und das machte es noch heißer. Unpersönlicher. Klarer. Nur das Fleisch und das Verlangen.
„Zeig mir, wie du kommst. Für diesen Schwanz.“
Ich brach zusammen. Meine Hüften buckelten von der Matratze, meine Hand bewegte den Dildo fieberhaft in mir, mein Blick starr auf das Bild des monströsen Glieds auf meinem Bildschirm geheftet. Ich kam mit einem erstickten, heiseren Schrei, mein Körper wurde von so heftigen, zusammenhanglosen Zuckungen geschüttelt, dass ich dachte, ich würde auseinanderbrechen. Es war der intensivste, primitivste Orgasmus meines Lebens. Danach lag ich da, zitternd, verschwitzt, mein Atem ein unregelmäßiges Keuchen. Keine Schuld. Nur ein tiefes, resonierendes, sattes Brummen der Erfüllung. Er hatte recht gehabt. Ich hatte es gebraucht.
Gestern ist Markus zu diesem langen Wochenendtrip gefahren. Er küsste mich zum Abschied, versprach anzurufen. Ich lächelte, wünschte ihm eine gute Reise. Sobald die Tür ins Schloss fiel, war die Stille in der Wohnung nicht leer. Sie war erwartungsvoll. Geladen. Sie war ein Versprechen.
Ich weiß, dass ich mich heute Nacht wieder online sein werde. Die Anonymität, die direkten, schmutzigen Worte, die Bilder. Es ist ein Fix. Ein schneller, heißer Schuss schmutziger Erregung direkt in meine Venen.
Aber die Wahrheit, die ich jetzt, allein in unserem Bett liegend, endlich zu mir selbst sage, ist größer und erschreckender: Der Fix reicht nicht mehr.
Bilder oder Videos reichen nicht. Das kalte, leblose Silikon meines Dildos reicht nicht. Das Flüstern eines Fremden in meinem Chat reicht nicht.
Ich will das Echte.
Ich will einen echten, lebendigen, atmenden Mann über mir oder unter mir oder hinter mir. Ich will seine Hände, grob oder zärtlich, auf meiner Haut spüren. Ich will seinen Geruch, seinen Schweiß, sein Stöhnen in meinem Ohr. Ich will seinen fetten, harten, prallen Schwanz. Wirklich. In mir.
Ich will spüren, wie diese unmögliche Spitze in mich eindringt und mich auseinanderschiebt. Ich will das brennende, langsame Vordringen des dicken Schafts, Zentimeter für qualvollen Zentimeter, bis er mich ganz ausfüllt. Ich will die brutale, schweißtreibende Mechanik des Fickens spüren. Sein Gewicht, das auf mich drückt, der Klang unserer Körper, die aufeinanderschlagen, sein Griff an meinen Hüften, der mich auf ihn herunterzieht. Ich will, dass er mich in fickt, dass er jede Spannung, jede Frustration, jedes heimliche Verlangen der letzten zwölf Monate aus mir herausrammt. Ich will, dass er mich so tief und so hart nimmt, dass ich schreie, dass ich weine, dass ich mich auflöse. Ich will auf ihm reiten, meinen engen, nassen Spalt seinen dicken Schaft hinauf und hinunter arbeiten, mich an diesem Fleisch aufreiben, bis ich wund bin und glücklich. Ich will seinen heißen, klebrigen Samen tief in mich hineinspritzen spüren, dieses besitzergreifende Finale, ihn in mir pulsieren fühlen, während meine eigene Muschi sich um ihn herum verkrampft.
Es ist kein emotionales Verlangen. Ich will Stefans Persönlichkeit nicht. Ich will keinen anderen Mann lieben. Ich liebe Markus. Das ist das Paradox, das mich wahnsinnig macht. Ich liebe meinen sanften, liebevollen Mann. Aber mein Körper, meine Fotze, meine tiefsten, animalischen Instinkte schreien nach etwas anderem. Nach einer anderen Art von Ficken. Eine rohere, anspruchsvollere, platzforderndere Art. Eine Art, die Markus mir niemals geben kann, weil er einfach nicht mit dem nötigen Fleisch ausgestattet ist.
Und das Schlimmste, oder vielleicht das Befreiendste, ist: Ich fühle mich nicht schlecht dabei. Die Schuld ist weg. Weggefickt von meinen eigenen Fingern, dem Dildo, weggespült von den Orgasmen, die der Gedanke an fremde, riesige Schwänze mir beschert. Was bleibt, ist ein reines, unverfälschtes, nagendes Verlangen. Ein körperlicher Hunger. Ein Juckreiz tief in mir, der nur von einem bestimmten, dickeren Schwanz gestillt werden kann.
Ich habe ein Verlangen. Ein fucking, überwältigendes, obsessives Verlangen, von einem großen, dicken Schwanz zerstört und wieder zusammengesetzt zu werden. Und ich spüre es in meinen Knochen, in meinem pochenden Kitzler, in dem leeren, gähnenden Gefühl in meiner Tiefe: Ich werde es stillen. Es ist keine Frage des Ob mehr. Es ist eine Frage des Wann und Wie.
Diese Erkenntnis liegt jetzt hier im Dunkeln neben mir. Sie ist mein neuer, schmutziger Ehemann. Und während Markus Hunderte von Kilometern entfernt in einem Hotelbett schläft, strecke ich meine Hand zwischen meine Beine, finde mich klitschnass und bereit vor, und ich fange an, mir ganz genau vorzustellen, wie es sein wird. Diesmal mit Namen. Mit einem Gesicht aus der realen Welt. Der erste Schritt ist getan. Der Wille ist da. Das Verlangen ist der Kompass. Und es wird mich direkt in den Abgrund führen.








