Hinweis: Die nachfolgende Geschichte wurde von einer unserer Leserin bei uns eingereicht.
Es war einer dieser Münchner Donnerstage, an denen die Luft nach Regen und dem ersten Hauch von Herbst roch – feuchtkalt, aber mit diesem elektrischen Unterton, der einen ahnen ließ, dass die Nacht heiß werden würde. Mein Handy vibrierte auf dem Küchentisch, Max’ Nachricht leuchtete auf: „Honey, ich hab zwei Karten für diese Spender-Gala der Uni. Kostenloser Sekt, diese mini-Frikadellen-Dinger, die immer so fettig sind, und die Hälfte der Profs ist am Ende wieder so betrunken, dass es geile Storys zu hören gibt. Kommst du mit?“ Ich grinste. Natürlich kam ich mit. Nicht wegen der Profs. Nicht wegen des Sekts. Sondern wegen ihm – und der Aussicht, dass so ein Abend immer irgendwo endete: mit zerrissenen Strumpfhosen und gutem Sex.
Ich zog mich um wie für eine Schlacht. Das Kleid war schwarz, so eng, dass ich beim Atmen meine Rippen spürte, der Stoff glänzte wie nasses Leder unter den Neonlichtern meines Zimmers. Der Ausschnitt war ein Verbrechen – oder eine Einladung, je nachdem, wen man fragte. Meine Titten wurden darin wie ein Geschenk präsentiert, hochgedrückt, fast schon unanständig, die Spitzen meines schwarzen Spitzen-BHs gerade so verdeckt, dass man wusste, was da war, ohne es zu sehen. Dazu diese Absätze – zwölf Zentimeter reiner Folter, die meinen Arsch in eine Waffe verwandelten und meine Beine endlos wirken ließen. Als ich mich im Spiegel drehte, musste ich lachen. Ja, damit will ich, dass er mich über den nächsten horizontalen Gegenstand beugt.
Max’ WG war einer dieser typischen Münchner Altbau-Wohnungen mit hohem Stuck, schrägen Böden und dem permanenten Geruch von abgehangenem Bier. Er öffnete die Tür, sein Blick wanderte sofort von meinen Augen zu meinen Brüsten, dann zu meinen Beinen, und wieder hoch – mit diesem Hunger, den ich an ihm liebte. „Boah, Scheiße, Lena…“ Er biss sich auf die Unterlippe, seine Hände zuckten schon in Richtung meiner Hüften. „Du siehst aus, als würdest du gleich jemanden ruinieren.“
„Vielleicht tue ich das auch.“ Ich schob mich an ihm vorbei, mein Parfüm – etwas Dunkles, Holziges mit einem Hauch Vanille – hing plötzlich zwischen uns. Er folgte mir wie ein Hund, der einen Braten riecht.
Die Couch war aus abgewetztem Leder, knarrte, als er mich darauf drückte. „Zeig mal, wie eng das Kleid wirklich ist.“ Seine Finger gruben sich in meinen Po, während er den Stoff nach oben schob, bis die kühle Luft meine nackte Haut traf. „Keine Unterwäsche? Verdammt, du bist bereit, oder?“ Ich stöhnte, als er zwei Finger in mich schob, trocken, hart, nur um mich zu testen. „Gott, du bist schon so nass…“ Seine Stimme war rau, fast wütend, als er seinen Gürtel aufriss. Dann war er in mir, von hinten, seine Hände auf meinen Schultern, drückten mich tiefer ins Polster, während er mich nahm, als gehöre ich ihm. „So gefällst du mir.“
Ich kam mit einem erstickten Keuchen, meine Fingernägel krallten sich ins Leder. Er zog mich hoch, drehte mich um, sein Schwanz glänzte von mir. „Jetzt lutsch ihn sauber.“ Ich kniete, nahm ihn in den Mund, spürte, wie er pulsierte, als er kam – salzig, bitter, seins. Ich schluckte alles, wischte mir mit dem Handrücken über den Mund, während er mich beobachtete, wie ein Raubtier seine Beute. „Perfekt. Jetzt siehst du aus wie eine, die gerade gevögelt wurde.“ Er grinste, strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Genau so mag ich dich.“
Die Gala fand im Alten Kollegiengebäude statt – einer dieser steinernen Dinosaurier der Uni, in dem es nach Jahrhunderte altem Staub roch. Die Decken waren so hoch, dass man sich winzig fühlte, die Wände mit Porträts längst toter Professoren tapeziert, die einen mit ihren ölig gemalten Blicken verurteilten. Max verschwand sofort in einer Traube von Kommilitonen, irgendwas mit „Netzwerken“ und „Praktikumsstellen“. Ich blieb zurück, ein Glas Sekt in der Hand, und beobachtete das Treiben. Die meisten Frauen trugen konservative Blazer oder langweilige Cocktailkleider. Gut. Dann falle ich wenigstens auf.
Und dann sah ich ihn.
Ralf.
Er stand an der Bar, ein Whiskyglas in der Hand, dass er lässig zwischen den Fingern drehte, als wäre es ein Spielzeug. Sein Anzug saß wie gegossen – dunkelblau, mit einem leichten Schimmer, der verriet, dass das Zeug mehr kostete als meine gesamte Garderobe. Das silberne Haar war kurz geschnitten, aber nicht alt – eher wie bei diesen Typen, die mit 50 entscheiden, dass sie jetzt „distinguished“ aussehen wollen. Seine Uhr blitzte im Licht, eine dieser dicken, mechanischen Dinger, die „Ich habe mehr Geld, als ich ausgeben kann“ schrien. Aber es waren seine Augen, die mich traf. Dunkel, fast schwarz, mit diesem Bewusstsein, als hätte er mich schon längst ausgezogen, bevor ich überhaupt einen Schritt in seine Richtung tat.
Er bemerkte meinen Blick. Ein langsames, fast träges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er mich von Kopf bis Fuß musterte – nicht heimlich, nicht schüchtern, sondern besitzergreifend, als gehöre ich schon ihm. Dann kam er auf mich zu, dieser Gang, der nach Macht und Erfahrung roch. „Also.“ Seine Stimme war tief, rauchig. „Du bist definitiv nicht eine von Max’ langweiligen Kommilitoninnen.“ Sein Finger strich über den Rand meines Glases, dann über meinen Handrücken, eine Berührung, die sich anfühlte wie ein Stromschlag. „Die meisten Mädchen hier sehen aus, als würden sie gleich einen Vortrag über Nachhaltigkeit halten. Du?“ Sein Blick fiel auf meinen Ausschnitt, verblieb dort. „Du siehst aus, als würdest du gleich mich ruinieren.“
Ich nahm einen Schluck Sekt, spürte, wie die Blasen in meiner Kehle prickelten. „Lena.“
„Ralf.“ Er nahm mein Handgelenk, drehte es sanft, als würde er prüfen, ob ich echte Juwelen trug. „Und was machst du hier ganz allein, Lena?“
„Ich warte auf jemanden, der mich unterhält.“
Sein Lachen war ein dunkles, kehliges Geräusch. „Dann hast du Glück. Ich langweile mich nie.“
Seine Hand glitt von meinem Arm zu meiner Hüfte, seine Finger brannten durch den dünnen Stoff. „Weißt du, was das Problem mit diesen Veranstaltungen ist?“ Er beugte sich näher, sein Atem heiß an meinem Ohr, ein Hauch von Whisky und Minze. „Alle reden. Niemand handelt.“ Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug, nicht aus Nervosität – sondern aus Vorfreude. „Max hat dich ganz schön vernachlässigt, oder?“ Sein Daumen strich über meine Unterlippe, zerrte leicht daran. „Ein Mädchen wie du… das braucht Aufmerksamkeit. Die richtige Art von Aufmerksamkeit.“
Und dann, wie auf Kommando, tauchte Max auf. „Dad! Was machst du denn hier?“ Seine Stimme war hell, fast kindlich im Vergleich zu Ralfs tiefer, kontrollierter Stimme. Ich hätte mich fast an meinem Sekt verschluckt. Sein Vater. Der Mann, dessen Finger gerade noch meine Hüfte umklammert hatten, als gehöre ich ihm. Der Mann, dessen Blick mich nackt gemacht hatte, während sein Sohn zwei Meter weiter stand und keine Ahnung hatte.
Ralf drehte sich langsam um, ein Lächeln auf den Lippen, das so unschuldig wirkte, dass es fast obszön war. „Max! Mein Sohn.“ Er klopfte ihm auf die Schulter, eine Geste, die so väterlich wirkte, dass ich mich fragten musste, ob ich mir alles nur einbildete. „Ich dachte, ich schaue mal vorbei. Unterstütze die alte Alma Mater.“ Max grinste, ahnungslos. „Krank, dass du hier bist! Lena, das ist mein Dad. Dad, das ist Lena, eine Freundin.“
Eine Freundin. Als wäre das alles, was ich war. Als wäre ich nicht die Frau, die seinem Vater gerade fast in die Arme gefallen war. Als hätte Ralf nicht gerade meine Haut mit Blicken verbrannt.
Max wurde von irgendwelchen Typen aus seinem Seminar weggelockt – irgendwas mit „Start-ups“ und „Investoren“. Ralf und ich blieben allein. Die Luft zwischen uns war elektrisch, geladen mit etwas, das nach Gefahr und Versprechen schmeckte.
Er trat einen Schritt näher, sein Körper schirmte mich von den Blicken der anderen ab. „Also, Lena…“ Seine Stimme war jetzt leiser, intimer, als würde er mir ein Geheimnis anvertrauen. „Was hältst du davon…“ Sein Finger strich über meinen Handrücken, dann zu meinem Handgelenk, wo er meinen Puls spürte – schnell, unruhig. „…wenn wir hier verschwinden?“ Sein Atem war heiß an meinem Ohr, seine Worte ein Befehl, verkleidet als Frage. „Ich habe noch eine Flasche Champagner in meinem Loft. Und eine sehr bequeme Couch.“
Ich sollte Nein sagen. Ich wusste, dass ich Nein sagen sollte. Aber dann erinnerte ich mich an den Weg, wie seine Augen mich berührt hatten. An die Art, wie er mich angesehen hatte – nicht wie eine Studentin. Nicht wie Max’ „Freundin“. Sondern wie eine Frau. Eine, die wusste, was sie wollte.
Ich lächelte, nahm den letzten Schluck Sekt. „Dann lass uns gehen. Bevor jemand merkt, dass wir weg sind.“
Das Loft war einer dieser Orte, die absichtlich unpersönlich wirkten – als hätte ein Innenarchitekt mit einem Budget von sechsstelligen Beträgen versucht, „modern“ und „minimalistisch“ zu definieren, und dabei vergessen, dass Menschen eigentlich leben sollten. Der Aufzug öffnete sich direkt in den Wohnbereich: grauer Marmorboden, der im Licht der Deckenstrahler kühl glänzte, eine Küche aus schwarzem Granit, die aussah, als würde sie nie benutzt, und ein riesiges Fenster, das die Münchner Skyline wie ein Gemälde einrahmte – distanziert, perfekt, unberührbar. Die Luft roch nach Leder, teurem Whisky und diesem seltsamen, metallischen Duft von neuem Geld – nicht geerbt, nicht alt, sondern hart erarbeitet und noch härter ausgegeben.
Ralf schloss die Tür hinter uns, das Klicken des Schlosses klang endgültig. Dann drehte er sich zu mir um, und plötzlich war die Distanz zwischen uns verschwunden. Seine Hände packten meine Hüften, drückten mich rückwärts, bis mein Rücken gegen die kühle Oberfläche der Kücheninsel stieß. „Du weißt genau, was du willst, oder?“ Seine Stimme war kein Flüstern mehr, sondern ein Befehl, der direkt zwischen meine Beine wanderte. Seine Finger gruben sich in mein Fleisch, nicht sanft, nicht fragend – besitzergreifend. „Oder soll ich es dir zeigen?“
Ich rutschte schon an ihm hinunter, noch bevor er den Satz beendet hatte. Meine Knie trafen den kalten Marmorboden, und ich spürte, wie der Stoff meines Kleides sich um meine Oberschenkel spannte. Seine Hände fuhren in mein Haar, zerrten meinen Kopf nach hinten, bis ich ihn ansah – seinen Blick, seine Kontrolle. „Gut so.“ Seine Stimme war rau, fast ein Knurren, als er seinen Gürtel öffnete. Der Reißverschluss seines Anzugs gab ein leises, erwartungsvolles Geräusch von sich, und dann war er da – sein Schwanz, dick, schwer, mit diesen sichtbaren Adern, die pulsierten, als wäre er kurz davor zu explodieren. Anders als Max’. Nicht jung, nicht ungeduldig – sondern erfahren, mit dieser selbstbewussten Krümmung, die verriet, dass er wusste, wie man eine Frau damit bearbeitete.
Ich nahm ihn in den Mund, langsam zuerst, meine Zunge strich über die Spitze, und ich hörte, wie sein Atem stockte. „Fester.“ Seine Finger verkrampften sich in meinen Haaren, zogen meinen Kopf näher, bis ich ihn tief nahm, bis ich spürte, wie er gegen meinen Rachen stieß. „So ist’s brav, mein Mädchen.“ Die Worte trafen mich wie ein Schlag in den Magen, und ich spürte, wie ich sofort nass wurde, wie mein Slip sich mit Feuchtigkeit vollsog. Sein anderer Arm umschloss meinen Körper, seine Hand glitt unter mein Kleid, schob den Stoff beiseite, bis seine Finger meine nackte Haut berührten. „Gott, du bist triefend nass, oder?“ Ein Finger drang in mich ein, dann zwei, und ich stöhnte um seinen Schwanz, ein Geräusch, das halb Erstickung, halb Lust war. „Du liebst das, stimmt’s? Dass ich dich so benutze, während mein Sohn zwei Straßen weiter schläft.“
Dann riss er mich hoch, als wäre ich federleicht. Seine Hände packten meine Oberschenkel, hoben mich auf die Kücheninsel, schoben mein Kleid bis zur Taille hoch. „Zieh. Dich. Aus.“ Jedes Wort ein eigener Befehl. Ich gehorchte, zerrte das Kleid über meinen Kopf, stand dann nur noch in meinen Absätzen da – nackt, bis auf die Strumpfhose, die er mit einem einzigen, brutalen Ruck zerfetzte. „Perfekt.“ Sein Blick brannte auf meinem Körper, als würde er mich markieren. Dann packte er mich, warf mich über seine Schulter wie ein Sack Mehl, und trug mich die Treppe hoch – seine Hand auf meinem nackten Po, Finger, die sich in mein Fleisch gruben, als gehöre ich ihm schon längst.
Das Bett war riesig, schwarz, mit diesen seidigen Laken, die sich kalt anfühlten, als er mich darauf warf. „Auf alle viere.“ Ich gehorchte, spürte, wie die Matratze unter mir nachgab, als er sich hinter mich kniete. „Du gehörst mir jetzt, Lena.“ Seine Stimme war ein dunkles Versprechen, und dann war er in mir – hart, ohne Vorwarnung, ohne Kondom, ohne Rücksicht. Seine Hände packten meine Hüften, zogen mich gegen ihn, jeder Stoß ein Statement. „Du wirst mich noch spüren, wenn du morgen aufwachst.“ Ich kam mit einem Schrei, meine Finger krallten sich in die Laken, und er folgte mir, sein Sperma füllte mich, heiß und dick, bis es zwischen meinen Beinen herauslief, als ich mich später neben ihn rollte – Max’ Ladung noch warm in meinem Magen, seine in mir.
Der nächste Morgen roch nach Kaffee und Schuld – aber der Art von Schuld, die sich gut anfühlte. Ich wachte auf, mein Körper schmerzte an allen richtigen Stellen: meine Oberschenkel brannten von seinen Fingernägeln, mein Nacken war wund von seinen Bissen, und zwischen meinen Beinen spürte ich das Gewicht von ihm, das noch in mir klebte. Ralf lag hinter mir, sein Arm um meine Taille, seine Hand schon wieder aktiv, als ich mich regte.
„Schhh.“ Sein Atem war heiß an meinem Ohr, als er mich auf die Seite drehte, mein Bein hob, bis ich offen für ihn lag. „Noch nicht wach genug, um nein zu sagen, oder?“ Seine Finger glitten zwischen meine Beine, fanden mich schon wieder nass. „Gute Mädchen schlafen mit einem Lächeln ein…“ Er drang langsam in mich ein, von hinten, sein Schwanz füllte mich Zentimeter für Zentimeter, während seine andere Hand meinen Mund bedeckte. „…und wachen mit einem Stöhnen auf.“
Ich bäumte mich auf, als er begann, sich in mir zu bewegen – langsam, absichtlich, jeder Stoß tief und kontrolliert. „Gefällt dir das, Schlampe?“ Seine Stimme war ein Flüstern, das direkt in mein Ohr kroch, heiß und unausweichlich. Ich stöhnte gegen seine Hand, mein Körper gehorchte ihm, als wäre ich für ihn gemacht. „Du bist so eng heute Morgen…“ Seine Finger gruben sich in meine Hüfte, hielten mich fest, während er mich nahm, als gehöre ich ihm. „Das ist es, was du willst, oder? Dass ich dich benutze, während mein Sohn denkt, du wärst nur seine kleine Freundin.“
Ich kam mit einem erstickten Schrei, meine Muskeln zogen sich um ihn zusammen, und er folgte mir, sein Sperma pulsierte in mir, markierte mich. „Gut.“ Er lachte leise, seine Lippen an meinem Ohr.
Die nächsten Wochen wurden zu einem Doppelspiel, das mich berauschender machte als jeder Alkohol. Mein Leben teilte sich in zwei Welten – zwei Männer, zwei Arten von Lust, zwei Versionen von mir.
Mit Max war es leicht, unbeschwert. Wir trafen uns immer donnerstags, nach seiner letzten Vorlesung, in seiner WG oder manchmal bei mir. Er war jung, ungeduldig, sein Körper hart und schlank, seine Hände immer ein bisschen zu forsch, als könnte er nicht schnell genug bekommen, was er wollte. „Du bist heute wieder so sexy…“ Er keuchte es zwischen Küssen, während er mich gegen die Wand drückte, seine Finger in meinen Haaren, sein Schwanz schon in mir, bevor ich überhaupt richtig atmen konnte. „Als hättest du mich vermisst.“ Ich lachte, biss ihm in die Schulter, während er mich nahm – schnell, fast verzweifelt, als fürchte er, ich könnte ihm entgleiten. Nachher lagen wir auf seinem zerwühlten Bett, aßen Döner direkt aus der Alufolie und lachten über irgendwelche dummen Memes auf seinem Handy. „Boah, Lena, du bist einfach krank im Kopf.“ Er grinste, als ich ihm erzählte, wie ich mir heimlich vorstellte, ihn beim Sex mit einer anderen Frau zu ertappen. „Aber verdammt, das macht dich nur noch heißer.“ Er zog mich an sich, seine Hand glitt zwischen meine Beine, und ich ließ es zu – weil es einfach war. Weil es sich richtig anfühlte, in diesem Moment. Weil Max mich wollte, ohne Fragen, ohne Erwartungen.
Doch dann kamen die Dienstage. Die Tage, an denen ich Ralf traf.
Sein Loft roch immer gleich – nach teurem Leder, Whisky und diesem leisen Hauch von Zigarrenrauch, der sich in die Vorhänge fraß. Er erwartete mich meistens schon an der Tür, ein Glas Rotwein in der Hand, sein Blick kalt und berechnend, als würde er mich neu bewerten, jedes Mal, wenn ich kam. „Du siehst hungrig aus, Lena.“ Seine Finger strichen über mein Schlüsselbein, dann weiter nach unten, bis sie meinen Ausschnitt erreichten. „Hast du dich für mich vorbereitet?“ Ich spürte, wie mein Atem flacher wurde. Bei Ralf gab es keine kleinen Gespräche, keine Warm-up-Phase. Bei ihm begann alles mit einem Befehl – und endete mit einem Brandmal.
Er kaufte mir Dinge. Nicht Blumen. Nicht Schokolade. Sachen, die mich zu seiner machten. Ein schwarzes Seidenkleid von La Perla, das sich anfühlte wie eine zweite Haut – „Damit du dich erinnerst, wem du gehörst, wenn du es trägst.“ Ein Diamantarmband, das er mir ans Handgelenk schnappte, während er mich von hinten nahm – „Jedes Mal, wenn du es siehst, denkst du an mich.“ Bezahlte Rechnungen für Waxing-Termine in einem Salon in der Maximilianstraße, wo die Kosmetikerin mich mit hochgezogener Augenbraue musterte, als ich ihr sagte, ich wolle „alles. Weg. Bis auf einen schmalen Streifen.“ „Für meinen Daddy.“ Das Wort brannte auf meiner Zunge, aber es machte mich nass, es auszusprechen. Weil es verboten war. Weil es seins war.
Im Bett war er „Daddy“ – und ich hasste, wie sehr mich das anmachte. Wie er mich auf die Knie zwang, während er mir befahl, ihn anzusehen. „Augen hoch, Schlampe. Du schaust mich an, wenn ich komme.“ Seine Hände hielten meine Handgelenke über meinem Kopf, seine Finger verschränkten sich mit meinen, während er mich nahm – langsam, unerbittlich, als würde er mich formen. „Du bist mein, Lena. Jeder Zentimeter von dir.“ Seine Stimme war ein dunkles Grollen, und ich kam mit einem erstickten Schrei, während er mich weiter füllte, bis ich spürte, wie sein Sperma in mir pulsierte, als würde er mich von innen markieren. Nachher lag ich in seinen Armen, sein Atem an meinem Nacken, während er mir Geschichten erzählte – von seinen Geschäften, von den Frauen, die er vor mir gehabt hatte, von den Dingen, die er mit mir noch tun wollte. „Du bist die Erste, die ich behalten will.“ Seine Finger zeichneten Muster auf meine Haut, als gehöre ich ihm schon längst.
Max hatte keine Ahnung.
Und das war der Kick. Das Geheimnis, das zwischen meinen Beinen brannte, jedes Mal, wenn ich mit ihm lachte. Wenn er mir von seinen Plänen erzählte – „Vielleicht zieh ich nach dem Master nach Berlin, Lena, stell dir vor, wir könnten uns eine WG suchen!“ – und ich nickte, lächelte, während ich mir vorstellte, wie Ralf mich in seinem Bett in München festhalten würde, während Max in einer anderen Stadt schlief. Die Lügen schmeckten süß auf meiner Zunge. „Ja, das wäre schön.“ Ich strich ihm über die Wange, während ich mir vorstellte, wie Ralf mich später bestrafen würde, weil ich so eine gute Lügnerin war.
Ich genoss jedes verdammte Detail. Die Art, wie Max mich küsste, als wäre ich seine – während ich wusste, dass ich ihm gehörte. Die Art, wie Ralf mich benutzte, als wäre ich ein Spielzeug, das er sich geleistet hatte. Die Gier, die mich durchzuckte, wenn ich zwischen ihnen hin- und hergerissen wurde – nicht aus Schuld, nicht aus Reue, sondern aus diesem tierischen Verlangen, beides zu haben. Beide zu besitzen. Von beiden besessen zu werden.
Manchmal, wenn ich allein in meinem Zimmer war, die Tür abgeschlossen, die Vorlesungsunterlagen ignoriert, berührte ich mich. Meine Finger glitten zwischen meine Beine, und ich stellte mir sie vor – Max’ jugendliche, fast verzweifelte Energie, die Art, wie er mich ansah, als wäre ich das Einzige, was zählte. Und dann Rals dominante Hände, seine Stimme, die mir befahl, mehr zu wollen, mehr zu nehmen, mehr zu sein. Ich kam mit einem erstickten Stöhnen, meine andere Hand um meinen eigenen Hals gelegt, als würde er mich würgen. Und dann lächelte ich.
Denn wer hatte gesagt, dass man sich entscheiden musste?
Ich wollte beides. Die Unschuld – und die Verdorbenheit. Den Jungen, der mich liebte – und den Mann, der mich besaß. Die Lügen – und die Wahrheit, die in jedem Stöhnen, jedem Biss, jedem „Daddy“ lag.
Und solange sie es nicht wussten… war ich die Einzige, die alles hatte.









